Presseberichte

Geändertes Auswahlverfahren - Zentrale Auswahltermine für die Fohlenauktionen in
Verden und Langenau 2014

Die Auktionsleitung hat beschlossen, das Auswahlverfahren für die Elite-Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion noch einmal zu modifizieren. Oberstes Ziel ist es, die angebotene Qualität weiter zu erhöhen und eine kundenfreundliche Kollektion zusammenzustellen. Bei einer zentralen Auswahl kommt es zukünftig noch einmal zu einer abschließenden Qualitätsüberprüfung. Diese finalen Termine werden sowohl in Verden, als auch in Wickrath und Alsfeld angeboten. Um den schnellen und die sich stark verändernden Entwicklungs- und Wachstumphasen der Fohlen Rechnung zu tragen, muss der Zeitraum zwischen Auswahl und Auktion so kurz wie möglich gehalten werden. Deshalb werden in Zukunft auf den Fohlenschauen von den Auswahlkommissionen nur noch Empfehlungen, und keine festen Zusagen, für die Elite-Auktion ausgesprochen. Fohlen, die diese Empfehlung erhalten, werden durch die Vereinsvorsitzenden dem Hannoveraner Verband gemeldet und zu einer zweiten Besichtigung eingeladen. In Verden findet der Termin vom 26. Juni bis zum 3. Juli statt, in Wickrath am 24. Juni und in Alsfeld am 25. Juni. Nach dem gleichen Procedere wie auf einer Fohlenschau erfolgt die finale Auktionszulassung mit entsprechender Foto- und Videoproduktion. Durch die schärfere Selektion soll die optische Darstellung und die Präsentation der Fohlen und Zuchtstuten weiter optimiert werden. Diese zentralen Termine sind übrigens für alle Fohlen offen, auch für die, die im Vorfeld keine Empfehlung erhalten haben. Die Elite-Auktion findet am 16. und 17. August in Verden statt. Die Fohlenauktion in Langenau findet am 23. August auf der Reitanlage der Familie Kunze statt. Ein kürzerer Zeitraum zwischen Auswahl und Versteigerung kann nicht gewählt werden, damit der Katalog produziert und die Kollektion im In- und Ausland umfangreich beworben werden kann.

Durch die genannten Neuerungen soll die Elite-Auktion im August wieder zu einem echten Verkaufs-Highlight mit Spitzenpreisen werden und das ist weniger Werbung für den Standort Verden, sondern mehr für all die Regionen, in denen Hannoveraner zuhause sind. Mit den neuen Maßnahmen soll der Absatz der Fohlen wieder erhöht werden und die Elite-Auktion zu ihrem ursprünglichen herausragenden Stellenwert zurückkehren!

Hinweise zum Ablauf: Alle Fohlen mit einer Empfehlung für eine Vorstellung zur Auktionsauswahl werden durch den jeweiligen Vereinsvorsitzenden gemeldet. Fohlen, die nicht auf einer Fohlenschau vorgestellt werden, können zur Auswahl auf den zentralen Auswahlterminen vorgestellt werden. Dafür ist eine telefonische oder schriftliche Anmeldung unter Angabe der Lebensnummer des Fohlens, Geburtsdatum, Farbe und Geschlecht erforderlich. Von allen zur Auswahl in Wickrath, Alsfeld und Verden vorgestellten Fohlen wird ein Foto/Video von dem bewährten Verdener Team erstellt. Dazu ist es erforderlich, dass sich Stute und Fohlen in einem optimalen Outfit präsentieren.
Bei einer genügenden Anzahl an Fohlen in Alsfeld können die Besitzer ihre Fohlen bei diesem Termin registrieren, brennen und chippen lassen.

Zentrale Auswahltermine für die Elitefohlenauktion in Verden:
Wickrath - 24. Juni 2014 ab 14 Uhr (telefonische Voranmeldung bis 20. Juni unter Tel. 02166-621910)
Alsfeld - 25. Juni 2014 ab 10 Uhr (telefonische Voranmeldung bis 23. Juni unter Tel. 06631-96550)
Verden - vom 26. Juni bis 3. Juli (telefonische Voranmeldung unter Tel. 04231-673732)

Hengstverteilungsplan Online
Für die Decksaison 2014 werden den Züchter eine große Zahl an Landbeschäler und Privatbeschälern zur Verfügung stehen. Zukünftig werden ausländische Hengste ebenfalls in unserem Hengstverteilungsplan erscheinen.
Der Hengstverteilungsplan bietet nach wie vor Informationen zum Standort, zur Abstammung und zu den Zuchtwerten der Hengste. Viele Hengst werden mit Bild präsentiert und einige der Hengststationen werben mit Ihrer Homepage im Hengstverteilungsplan.
http://service.vit.de/pferd_praesentation/Front?L=0&verband=31&aktion=VorgabenHvp&anzeigezweck=Hengstverteilungsplan

Kooperation mit dem Rheinischen Pferdestammbuch

Es war die dritte Delegiertenversammlung, zu der der Vorstand des Hannoveraner Verbandes in das Forum der Niedersachsenhalle in diesem Jahr eingeladen hatte. Dieses Mal stand die geplante Kooperation mit dem Rheinischen Pferdestammbuch auf der Tagesordnung. 94 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder sprachen sich mit ihrem Votum für die Kooperation aus. Das Rheinische Pferdestammbuch und der Hannoveraner Verband stellen sich damit aktiv dem Veränderungsprozess in der deutschen Pferdezucht und schaffen mit zahlreichen gemeinsamen Maßnahmen auf der Zucht- und Vermarktungsebene zukunftsweisende Per-spektiven für ihre Mitglieder.

Eigens zu der Delegiertenversammlung war eine Fraktion aus dem Rheinland, angeführt von dem ersten Vorsitzenden Theo Leuchten und dem Zuchtleiter und Geschäftsführer, Martin Spoo, angereist. Der erste Vorsitzende des Hannoveraner Verbandes, Manfred Schäfer, hatte für seine Eröffnungsrede ein Zitat von seiner kürzlich beendeten China-Reise mitgebracht: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Mauern. Andere setzen Segel.“ Und er begründete den geplanten Schritt der Kooperation als Einstieg für eine später folgende Fusion mit dem Rheinischen Pferdestammbuch wie folgt: „Wir werden den Strukturwandel in Deutschland und weltweit nicht ändern können, aber wir müssen versuchen, für unsere Züchter die Rahmenbedingungen so optimal wie möglich zu gestalten.“

Theo Leuchten stellte den Delegierten die Pferdezucht und den Pferdesport im Rheinland genauer vor, verwies auf die zahlreichen Verbindungen nach Hannover und erklärte: „Diese neue Zusammenarbeit dient der gemeinsamen Zukunft. Wir werden uns in vielerlei Hinsicht ergänzen und gemeinsame Strategien entwickeln, die wirtschaftlich positiv für beide Seiten sind.“ Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade erklärte den Delegierten, welche Veränderungen diese Kooperation konkret nach sich ziehen: Für den Bereich Zucht und Selektion bedeutet dies, dass künftig wechselseitig Fohlen registriert werden können. Der Hannoveraner Verband ist ab sofort in der Lage, rheinische Pferdepässe auszustellen und Fohlen rheinisch zu brennen. Im Gegenzug sind die rheinischen Bennbeauftragten berechtigt, Hannoveraner im Rheinland zu registrieren. Eintragungsbedingungen für hannoversche und rheinische Pferde werden gleichgesetzt. Eingeschränkt gilt dies auf für westfälische Pferde, so lange sie sich im
Besitz von rheinischen oder Hannoveraner Züchtern befinden.

Eintragungsergebnisse der Stuten werden wechselseitig übernommen, soweit dies mit den Satzungsbestimmungen des Hannoveraner Verbandes vereinbar ist. Für die Hengste sind die neuen Regelungen identisch: Rheinische und westfälische Hengste können für Hannover zu den gleichen Selektionsbedingungen gekört werden. Ab dem Körjahrgang 2013 werden die gekörten Junghengste bei beiden Verbänden zugelassen und es gilt eine wechselseitige Akzeptanz der Körurteile. Die Körkommissionen werden um jeweils einen Vertreter des anderen Verbandes erweitert.

Auch die Vermarktung der beiden Verbände wird von nun an gemeinsam betrieben, mit dem Ziel Synergieeffekte verstärkt zu nutzen. Rheinische Züchter können ihre rheinisch und westfälisch gebrannten Pferde in Zukunft über Verden vermarkten, die hannoverschen Mitglieder haben in Wickrath dieselben Möglichkeiten. „Diese Öffnung bietet einen enormes Chancenpotenzial, weil wir schon jetzt die meisten Pferde nach NRW verkaufen. Die Marktposition beider Verbände wird deutlich gestärkt. So ist es zum Beispiel auch geplant, dass wir gemeinsam das CHIO-Sales in Aachen wieder mit Leben erfüllen“, erklärte Dr. Werner Schade. Der dritte Punkt der Kooperation betrifft den Bereich Marketing. Bei Messeauftritten und anderen Sport- und Zuchtveranstaltungen werden sich das Rheinische Pferdestammbuch und der Hannoveraner Verband gemeinsam als Partner präsentieren.

In der Versammlung wurde offen und transparent diskutiert, die Bedenken einiger Mitglieder wurden gehört und überwiegend ausgeräumt. Theo Leuchten formulierte das Schlusswort für die Hannoveraner Delegierten so: „Im Namen der rheinischen Züchter möchte ich mich für ihr Vertrauen und ihre positive und aufgeschlossene Einstellung bedanken. Wir haben hier heute ein kleines Stück Geschichte  geschrieben und sollten stolz darauf sein, dass wir diesen neuen Weg nun gemeinsam beschreiten und zusammen die Zukunft gestalten.“